Dienstag, 24. november 2009
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20:43
Spaziergang am späten Nachmittag. Begegnet sind uns ein Kleinwagen mit Frau am Steuer und ein gelber Labrador-Rüde, der offline nebenher lief.
Als echter Labrador-Rüde musste er natürlich winseln und an mir schnüffeln wollen. Ich hab ihm gesagt "hau ab". Frauchen auch. Hat er nicht verstanden. Auto fuhr langsam weiter.
Da Frauchen davon ausgeht, dass freilaufende Hunde ein Mindestmaß an Erziehung und Bindung haben und sich irgendwann wieder zu ihrem Frauchen begeben, sind wir wie immer einfach weiter gegangen,
denn eigentlich wollten wir auch weiter Ball spielen. Hm, Rechnung ohne Labrador gemacht. Der kam nämlich mit und trollte sich NICHT wieder. Frauchen konnt ihn - trotz mehrfacher Versuche - auch
nicht überzeugen, endlich zu verschwinden. Ich hab ihn dann kurz über den Acker gescheucht. Hm, das fand er klasse, gegangen ist er davon aber auch nicht. Im Gegenteil, dann hatte ich ihn am
Hintern kleben...
In der Zwischenzeit hatte der Kleinwagen gewendet, kam zurück in einem unangemessenen Tempo angesichts der auf dem Weg spielenden Hunde. Blieb stehen, heraus - ohne uns eines Blickes oder Wortes zu
würdigen - sprang besagte Frau und plärrte den Labrador ins "Sitz". Hängte ihn ziemlich rüde an die Flexi und stopfte (ja wirklich, erst Vorderteil reingehoben, dann Heck nachgeschoben) ihn in den
Kleinwagen, schmiss die Klappe zu und rauschte von dannen.
Frauchen stand mit mir auf dem Grünstreifen und schüttelte grinsend den Kopf. Irgendwas müssen WIR falsch gemacht haben.
Eigentlich ist es ja nicht zum grinsen. Denn mal davon abgesehen, dass es verboten ist, seinen Hund mit dem Auto "auszuführen", könnten wir uns vorstellen, dass beispielsweise Birgit und Emil
sicher nicht begeistert gewesen wären von einem freilaufenden Labrador-Rüden ohne jegliche Kontrolle.
Küsschen, Noelle
von Jeanny1972
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